Haus und Hof

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Das Rittergut Groß Engershausen (Stadt Preußisch Oldendorf) wurde im Jahr 1398 erstmalig als „Eickhof zu Engershausen“ urkundlich erwähnt. Das heutige Herrenhaus wurde im Jahr 1783 nach Plänen des Kasseler Architekten Simon Louis du Ry errichtet, der auch das etwa 4 km entfernt liegende Schloss Hüffe erbaute. Seit 1838 ist die heute denkmalgeschützte Anlage im Besitz der Familie v. Spiegel. Die Struktur der Gutsanlage ist seit dieser Zeit fast unverändert.

Das barocke Herrenhaus steht auf einer Gräfteninsel, zu der eine steinerne Bogenbrücke mit Torpylonen führt. Eine imposante etwa 300 bis 400 Jahre alte Linde mit einem Stammumfang von etwa 6,50 m gibt dem Ehrenhof ein besonderes Gepräge. Die Rückseite des Gutshauses ist als Parterre gestaltet, an das ein Küchengarten anschließt. Südlich und westlich der Gräfte befindet sich ein etwa 200 Jahre alten Baumbestand, der unter gartendenkmalpflegerischen Aspekten als Park wiederhergestellt wurde.

Das Ensemble der ehemaligen Wirtschaftsgebäude ordnet sich dem Haupthaus gegenüber in nördlicher Richtung zu. Es besteht aus einem roten Backsteingebäude (dem ehemaligen Kuhstall und Melkhaus), einer großen Fachwerkscheune und einer Remise. Der Wirtschaftshof wird durch eine Feldsteinmauer von der Straße abgegenzt; zwei kleinere Torpfeiler mit einer steinernen Kugel markieren die Zufahrt. Betont wird diese durch zwei mächtige alte Kastanien. Sie bilden ein würdiges Pendant zur Brücke und den Torpfeilern an der Auffahrt zum Ehrenhof.

Neu hinzugekommen ist ein kleiner Pferde- und Schafstall, der auf halbem Weg zwischen Hofeinfahrt und Brücke steht.

Vom westlichen Rand des Parks gelangt man über einen Grasweg zum „kleinen Busquet“. Dieser schmale, lichte Eichenwald beherbergt das 1838 errichtete Mausoleum sowie eine verfallene Grab-Pyramide, in der der Erbauer des Gutes, Christian v. Berner, bestattet wurde.

Auf dem Gut wohnen derzeit neun Wohnparteien; zudem befinden sich einige Gewerbebetriebe auf dem Gelände (Zimmerei Carl-Maria v. Spiegel, Vergolderei Bärbel Spilker, Freiraumplanung und Landschaftsentwicklung Stefan Schwengel, Still- und Laktationsberatung Bettina Bollmann-Koch).

Das Gelände und alle Häuser wurden in den vergangenen 30 Jahren durch weitestgehende Eigenarbeit denkmalsgerecht und unter ökologischen Gesichtspunkten restauriert.

Die Gräfteninsel wird von der Familie v. Spiegel privat genutzt und ist nur bei kulturellen Veranstaltungen und auf Anfrage zugänglich. Vom Park aus erhält man jedoch einen guten Einblick in Teile des Gräftengartens.

Mehr über die verschiedenen Gebäude und die Restaurierungsarbeiten in den letzten 30 Jahren erfahren Sie unter dem Button „Rundgang“.
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