1318-1750 Der Eickhof

EickhofWappenDie meisten der bekannten Informationen über die Hofstelle „Eickhof“ bzw. später das Gut Groß Engershausen hat der langjährige Stadtheimatpfleger Dieter Besserer zusammengetragen und in den Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 57 (1985), S. 45 – 67 unter dem Titel „Rittergut Groß Engershausen. Untersuchungen zu seiner Gründungsgeschichte“ veröffentlicht. Das Heft ist zurzeit vergriffen, daher finden Sie hier eine Kopie des Aufsatzes, den wir mit freundlicher Genehmigung des Mindener Geschichtsvereins auf dieser Seite eingestellt haben (Download ca. 3 MB) .

Für Interessierte, die sich einen schnellen Überblick über die Gründungsgeschichte des „Eickhofes“ verschaffen möchten, werden die wesentlichen Daten aus dieser Veröffentlichung vorab in chronologischer Reihenfolge dargestellt. Die Chonologie wurde durch den Landschaftsarchitekten Christhard Ehrig, Bielefeld in Zusammenarbeit mit Carl Maria Freiherr Spiegel v.u.z. Peckelsheim verfasst. Sie ist Teil des Parkpflegewerks Groß Engershausen.

Chronologie des Eickhofes als Vorgängerhof des Rittergutes Groß Engershausen

1398 Der Eickhof zu Engershausen wird als tecklenburgisches Lehen an Statius von Schloen, genannt Tribbe, gegeben

1500 Rittergut mit Landtagsrecht

1542 Graf Cord von Tecklenburg belehnt Matheus von Schloen, genannt Tribbe, mit dem Eickhof zu Engershausen

1551 Graf Cord von Tecklenburg belehnt Reineke von Schloen, genannt Tribbe mit dem Eickhof zu Engershausen

1563 Gräfin Anna von Tecklenburg belehnt Reineke von Schloen, genannt Tribbe, mit dem Eickhof zu Engershausen

1599 stirbt Reineke von Schloen, genannt Tribbe; sein Erbe wird Hieronymus von Schloen, genannt Tribbe, der im gleichen Jahr verstirbt und das Gut Engershausen seinem zehnjährigen Sohn Hieronymus von Schloen, genannt Tribbe, vererbt.

1607 Witwe Anna von Nehem und die minderjährigen Söhne werden durch die Grafen von Tecklenburg mit dem Eickhof in Engershausen belehnt

1614 Erbteilungsvertrag der Brüder Reineke Amelung, Hieronymus und Johann von Schloen, genannt Tribbe. Hieronymus erbt den adeligen Rittersitz zu Groß-Engershausen

1632 belehnt Wilhelm Friedrich von Tecklenburg den Hieronymus von Schloen, genannt Tribbe, mit dem Eickhof zu Engershausen

1647 stirbt Hieronymus von Schloen, genannt Tribbe, Erbe wird dessen Sohn Hieronymus Johann von Schloen, genannt Tribbe,

1656 stirbt Hieronymus Johann von Schloen, genannt Tribbe und hinterlässt seine Witwe Christina von Schloen, genannt Tribbe, sowie zwei unmündige Söhne und Schwestern

1659 belehnt Graf Mauritz zu Bentheim und Tecklenburg den Bevollmächtigten der Christina von Schloen, genannt Tribbe, sowie Ihrer Söhne Mauritz Friedrich und Hieronymus Caspar von Schloen, genannt Tribbe, mit dem Eickhof zu Engershausen

1671 erliegen die beiden unmündigen Söhne einem hitzigen Fieber und Erbin wird Ihre Schwester Anna Margarethe Christine von Schloen, genannt Tribbe. Streit um den Eickhof: Reineke von Haßfurth zu Klein-Engershausen und Hieronymus Henrich von Schloen, genannt Tribbe, Vormund der unmündigen Anna Margarethe Christine, erhalten nach Anfrage in Tecklenburg das Lehen des Eickhofs zu Engershausen
Anna Margarethe Christine heiratet Hermann von Oer zu Notbeck und erkämpft sich den Eickhof zurück

1676 Graf Johann Adolph von Tecklenburg belehnt den Bevollmächtigten der Frau von Oer zu Notbeck, geborene Anna Margarethe Christine von Schloen, genannt Tribbe, mit dem Eickhof zu Engershausen

1722 stirbt Hermann von Oer zu Notbeck, Gut Engershausen geht per Erbgang an seinen Sohn Franz Jobst von Oer, später an dessen Bruder, den Osnabrücker Domherrn Dietrich Heinrich von Oer zu Notbeck

1727 wird Dietrich Heinrich von Oer zu Notbeck belehnt

1731 stirbt Dietrich Heinrich von Oer zu Notbeck; nach gerichtlichen Auseinandersetzungen erhalten seine drei Schwestern die Anwartschaft auf das Lehngut Eickhof zu Engershausen, obwohl es sich bei diesem Hof um Manngut handelte

1731 Major von Schertwitz erhält auf Veranlassung von König Friedrich Wilhelm I. von Preußen die Anwartschaft

1734 Major von Schertwitz wird mit dem Eickhof zu Engershausen belehnt; Verpachtung an Amtsvögtin Niemann

1738 Ende der Lehnsauseinandersetzungen durch den preußischen König und Allodifikation des Gutes Groß-Engershausen, Eigentümer sind der Major von Schertwitz und der Oberst von Münchow

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