Bienen- und Schafzucht

Schwester Edith und eine Ziege

Schwester Edith und eine Ziege

Schwester Edith Fickel wohnt im Herrenhaus und ist für die Tiere (Bienen, Pony und Ziege, Schafe und Katzen) zuständig.

Die Bienen
Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand hat sie sich mit Leidenschaft dem Aufbau einer Imkerei gewidmet und diese anspruchsvolle Tätigkeit von Grund auf erlernt. Heute pflegt sie etwa acht Bienen-Völker und ist auch im Mitglied im hiesigen Imkerverein. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei inzwischen von Uwe Oberpenning, der von ihr das Imkern gelernt hat und diese Tradition fortsetzen möchte.  Auf dem Ehrenhof – unter der Linde – wurde ein Bienen-Schaukasten aufgestellt. An Tagen der offenen Gartentür und zu anderen Anlässen, wird er mit einem kleinen Bienenvolk besiedelt, so dass man dann – unter fachkundiger Begleitung – durch die Glasscheiben dem Leben und Treiben der Bienen zusehen kann.

Pony und Ziege
Das Pony namens „Findling“ (oder Fini) ist schon weit über 30 Jahre alt und hat mehrere Kinder-Generationen als erstes Reittier gedient. Fini bekommt ihr wohl verdientes Gnadenbrot und steht leider meistens im Stall. Sie ist anfällig für Hufrehe – eine Stoffwechsel-Krankheit. Sie hat früher viele schmerzhafte Reheschübe gehabt, die durch eine Entzündung der Huflederhaut hervorgerufen werden. Seitdem sehr sorgfältig auf ihre Fütterung geachtet wird und sie z.B. nur genau dosierten Weidegang erhält, hat sie keinen Schub mehr erlitten. Anteil daran hat auch ein Huforthopäde, der im 5-Wochen-Rhythmus ihre Hufe pflegt.
Gegen seine Einsamkeit wurde dem Pony eine Gesellschafterin zur Seite gestellt. Sie hieß „Ziege zwei“, weil „Ziege eins“ im Herrenhaus wohnt. Dieses Prädikat war ein Wandertitel und wurde nach Tagesform verliehen. Ziege zwei war alles andere als eine Schönheit, denn ihre Hörner waren außerordentlich ramponiert, aber dafür war sie umso gefräßiger – und sie hatte einen sehr schönen Ziegenbart. Leider hat dieses wunderbare Tier schon im Jahr 2011 das Zeitliche gesegnet und Fini muss seitdem wieder allein zurechtkommen. Die Menschen auf dem Hof geben sich viel Mühe, ihr das Dasein schön zu machen.

Die Schafe
Auf den verschiedenen Wiesen weiden zwei kleine Schafherden, die zuvörderst als Rasenmäher und in zweiter Linie als Fleischlieferanten fungieren. Bei der Auswahl der Tiere wurde darauf geachtet, seltenen Rassen den Vorrang zu geben: die „Nolana-Schafe“ stammen aus einer neuen Züchtung und haben ein kurzes Fell, das sie im Frühjahr selbst abwerfen. Es ist eine Züchtung, die durch den Verfall der Weltmarktpreise für Schafwolle motiviert ist. Das ist zwar für eine solch kleine Herde ohne Belang, aber äußerst praktisch, wenn man sich die anstrengende Prozedur des Scherens vor Augen führt. Die Nolana sind im Herdbuch eingetragen.
Seit dem Jahr 2010 hat eine weitere kleine Herde Einzug auf Groß Engershausen gehalten; die „Herdwik“. Diese Schafe kommen aus England bzw. ursprünglich aus Norwegen. Sie haben in Gegensatz zu den Nolana ein langes, dichtes Fell, das sie dazu befähigt, auch im Winter auf der Wiese auszuharren. Sie sehen aus wie Teddybären und sind außerordentlich anspruchslos. Seitdem der Park eingezäunt wurde, fungieren sie außerordentlich effizient als „Parkpflegerinnen“. Dafür sind sie nicht so geeignet als Sonntagsbraten, denn unter ökonomischen Gesichtspunkten sind sie zu klein, als dass sich das Schlachten lohnen würde.

Wer sich für Bienen und Schafe interessiert, kann sich mit Schwester Edith in Verbindung setzen unter der Telefonnr. 05742 920627

Der „Kampfhund“
Wenn von Tieren die Rede ist, muss auch „Caroline“ erwähnt werden: sie wohnt auf der Gräfteninsel, genauer gesagt, im Herrenhaus. Sie trägt ihren Namen zu Ehren von Caroline von Spiegel, geb. Prigge, deren Bildnis nach 150 Jahren Aushäusigkeit zu der Zeite wieder nach Groß Engershausen zurückkehrte, zu der auch Caroline einzog. Caro ist ein Rauhhaardackel, der über einen ausgesprochenen Erkundungsdrang verfügt und leider überhaupt nicht gehorchen kann. Darum ist die eiserne Eingangspforte immer geschlossen.  Der hintere Zugang über die rückseitige Brücke ist gegen offen, weil sich durch die Umzäunung des Parks ihr Streifraum erheblich vergrößert hat.  Aber keine Angst: „Sie tut nichts“ …

Die Katzen
„Marie“, die graue Tigerin und „Kasper“, der rote Schmusekater mit der weißen Zeichnung komplettieren (fast) die tierische Bewohnerschaft. Hinzu kommt noch die englisch-blaue Lili, die immer etwas rätselhaft und souverän wirkende „Sphinx“. Sie sind die Grenzgänger zwischen drinnen und draußen und sorgen dafür, dass sich die kleinen und größeren grauen, vierbeinigen Bewohner mit den langen Schwänzen nicht allzu doll vermehren.

 
  • Die Bienen
  • Pony "Fini" mit "Ziege Zwei"
  • Nolana Schafe
  • Nolana Schafe
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